PEGADA/EnDgAmE wie erwartet gewaltätig. Staat schützt wieder Nazis.

An der heutigen PEGADA/EnDgAmE-Veranstaltung in Erfurt nahmen, wie bereits von uns erwartet, diverse gewalttätige Neo-Nazis und Hooligans teil. Es kam zu massiven Übergriffen auf am Gegenprotest teilnehmende Personen. Unter anderem attackierten 40 Nazi-Hools eine Gruppe und zerstörten deren Transparent. Als versucht wurde, den Naziaufmarsch zu stoppen, brachen organisierte Neo-Nazis aus und versuchten, Antifaschist*innen zu jagen.

Das Innenministerium und die Cops waren informiert, dass eine hohe Gefahr vom EnDgAmE ausgehen wird. Es war bekannt, dass sich bis zu 800 erfahrungsgemäß gewaltbereite Personen versammeln werden. HogeSa, das nazistische Onlineportal Altermedia, “Reichsbürger“ und Verschwörungsideolog*innen hatten zur Teilnahme aufgerufen. Da sich aber auf die Einschätzung vom Thüringer Verfassungsschutz verlassen wurde – welcher bereits in die NSU-Morde involviert war – wurde natürlich davon ausgegangen,  dass keine Neo-Nazis oder gewaltbereiten Personen teilnehmen werden. Da scheinbar immer noch dieselben Personen in den Ministerien und Ämtern arbeiten, wie unter der jahrelangen CDU-Herrschaft, ist auch nichts anderes zu erwarten gewesen.

Der Gegenprotest wurde von diversen Antifa-Gruppen, der Linken, SPD und Grünen sowie deren Jugendverbänden, Kirchverbänden, der jüdischen Gemeinde Erfurt und diversen Hochschulgruppen organisiert, bzw. unterstützt. Dieses breite Bündnis schaffte es, die ursprüngliche Nazi-Route zu blockieren. Die Faschos mussten durch den Erfurter Süden laufen, in welchem kaum Leute erreicht wurden. Die geplante Propaganda-Show auf großer Bühne am Domplatz konnte somit nicht stattfinden. Dafür gab es dort eine weitere Kundgebung mit ca. 300 Personen gegen das ‚EnDgAmE‘. Es ist durchaus erfreulich, dass die Organisator*innen für die Bühnentechnik einiges an Kapital in den Sand gesetzt haben.

Wir danken allen, welche heute in Erfurt protestiert haben und jenen, die mit uns solidarisch waren. Von Repression Betroffene sollten sich bestenfalls an ihre lokale Rote Hilfe Gruppe wenden. Den verletzten Antifaschist*innen wünschen wir gute Genesung!

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